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  • Aktuelles vom Biobahnhof

    Die Sanierung eines ruinösen Denkmals braucht Phantasie, Geduld und viel Pragmatismus, hält sowohl Freud als auch Leid parat. Hier einige Einblicke in den laufenden Betrieb und den zurückliegenden Baustellenalltag zwischen 2015 und 2017.

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  • November 2017  

    Eine schöne Aktion am Samstag, den 11.11 in Klotzsche: Die grüne Ortsgruppe lud alle Klotzscher Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen zu einem Lichtcheck in den Bahnhof. Außerdem durften die Radler Ihre Wünsche und Ideen an die Fahrradinfrastruktur im Stadtteil loswerden. Damit diese Ideen nicht nur die Ideenwand schmücken, war Stadträtin Ulrike Caspary mit anwesend. Sie lauschte fleissig vielen engagierten Fahrradfahrern und nahm zahlreiche konkrete Maßnahmenideen mit in den Stadtrat.

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  • Oktober 2017  

    Die Nächte werden länger und der Bahnhof Klotzsche leuchtet noch gastlicher: Die Laterne von den Bolichwerken ist die neueste Errungenschaft und beleuchtet jetzt das historische Portal.  

    Für die freitäglichen Grillabende gibt es jetzt dank zahlreicher Nachfragen ein Winter-Pendant: ab sofort ist die Bio-Bahnhofswirtschaft freitags bis 21:00 Uhr geöffnet mit einer eigenen Karte, die kulinarische Höhepunkte verspricht. 

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  • September 2017  

    Was macht einen Bahnhof nicht nur nützlich sondern auch schön? Viele Anregungen haben wir aus den Gesprächen mit Reisenden und Gästen gewonnen - ja: die Wickelkommode in der Toilette der Bahnhofswirtschaft ist nicht vergessen, neben dem beliebten Kindermalblock soll es auch noch weiteres Spielgerät geben. Ein weiteres nützliches Detail ist auch im September fertig geworden und erfreut sich sofort großer Beliebtheit: Die erste öffentliche Fahrradpumpe an einem sächsischen Bahnhof (mehr Superlative trauen wir uns nicht - oder weiss jemand, wo es es noch welche gibt?) steht im Bahnhof Klotzsche! Empfohlen von Heikos Fahrradladen haben wir die Pumpe vom traditionsreichen Pumpenhersteller SKS gekauft, der die ziemlich vandalismusresistente Halterung bei einem polnischen Start-up fertigen lässt.  

    Ansonsten war der September wieder sehr ereignisreich für alle Bahnhofsbewohner. Am Sonntag den 17. September gab es erstmals die Bewirtung von über 70 Leuten: 50 Erwachsene und über 25 Kinder kamen in die Bahnhofswirtschaft zu einem 20-jährigen Firmenjubiläum: Mit der Sonderstraßenbahn in Klotzsche angekommen, gab es nicht nur eine Führung durch den Bahnhof sondern auch das Bahnhofsquiz zu knacken.      

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  • 10. September 2017  

    Gerne haben wir zugesagt, als wir von der Denkmalpflege gefragt wurden, ob wir denn dieses Jahr bei Tag des offenen Denkmals teilnehmen würden. Eine gute Gelegenheit, allen engagierten Bauleuten Dankeschön zu sagen und andere zu motivieren, sich von alten Mauern verzaubern zu lassen.

    Wir alle sind ziemlich überwältigt vom Zuspruch: Weit über 600 Leute strömten zum Biobahnhof und sorgten nicht nur für lange Schlangen beim Grillstand der Bahnhofswirtschaft mit leckerem Podemuser Biogrillgut. Die stündlichen Führungen zu den wichtigsten Stationen und Geschichten des Bahnhofs waren rappelvoll. Vom Eisenbahner, der einstens seine Lehre am Fahrkartenschalter des Klotzscher Bahnhofs absolvierte bis zum Vorwerk Podemus-Kunden aus anderen Stadtteilen reichte die Bandbreite der neugierigen Besucher.  

    Unterstützt wurden die Führungen von den profunden Kennern sowohl der Eisenbahngeschichte in Klotzsche als auch der lokale Geschichte, den Herren Lehmann und Bannack: Ein großes Dankeschön für die vielen Recherchen zur reichen Historie von Klotzsche! 

    Gerade Eisenbahnfreunde freuten sich über die neu aufgelegten historischen Postkarten und die Kinder malten fleissig die schönen DIN A3-Malbögen des Bahnhofsportals. Für Jung und Alt gab es noch ein kniffeliges Quiz - wir verraten hier aber nicht, was die exotischsten Schnellzüge der Nachkriegszeit waren, die durch Klotzsche fuhren! 

    Gerade Eisenbahnfreunde freuten sich über die neu aufgelegten historischen Postkarten und die Kinder malten fleissig die schönen DIN A3-Malbögen des Bahnhofsportals. Für Jung und Alt gab es noch ein kniffeliges Quiz - wir verraten hier aber nicht, was die exotischsten Schnellzüge der Nachkriegszeit waren, die durch Klotzsche fuhren! 

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  • August 2017  

    Im Sommer hat sich einiges getan: Die eindrucksvolle Bahnhofsuhr in der ehemaligen Bahnhofshalle (heute Biomarkt) hat nun dank fachkundiger Hilfe ein Funkuhrwerk erhalten, welches gleichzeitig als Mutteruhr für die originale Uhr in den Diensträumen - also der heutigen Bahnhofswirtschaft - fungiert. Faszinierend: Die Uhr, die sicher 80 Dienstjahre auf dem Buckel hat, tat sofort nach Anschluss der beiden Klingeldrähte, als sei nichts gewesen. Im Durchgang gibt es auch zwei neue Errungenschaften: ein öffentliches Bücherregal und eine Anschlagtafel für Veranstaltungen.

    Schön, wie schnell das Bücheregal genutzt wird: die bisherigen Bücherspenden waren durchweg gute Literatur. Der bisherige Bücherdurchsatz ist beeindruckend: Vom Busfahrer, der in der Pause blättert, bis zum Umsteiger, der sich zum Kaffee in der Bahnhofswirtschaft noch schnell ein Buch holt. 

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  • mit hörbarem Zeigersprung: die orginal Schalteruhr in der Bahnhofswirtschaft. Die Mutteruhr hängt in der Halle und versorgt das historischen Uhrwerk mit dem Schaltimpuls. Und wer dann auf den Bierdeckel mit Fahrplan schaut, kommt gern zum Schluss: ein Nerchauer geht noch bis zum nächsten Zug!

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  • Juli 2017

    Ab 1. Juli geht es rund im Bahnhof Klotzsche - rund ums Fahrrad in Heikos Fahrradladen: Ehrliche und engagierte Beratung, toller Service vom einfachen Fahrrad bis zur Rennmaschine oder gut ausgestatteten Pedelecs gibt es ab sofort im Durchgang zum Hausbahnsteig. Passend zur Eröffnung der Fahrradladens montierte die Stadt die lang ersehnten Fahrradständer auf dem Bürgersteig, die gleich dankbar angenommen wurden. 

    Aber das war noch nicht alles: Der lang ersehnte Nachguß der historischen Nasenuhr ist endlich da. Gemeinsam mit einer mittelgroßen Ansammlung von Nachbarn und Bahnhofsfreunden wurde die Uhr montiert. Das historische Gehäuse enthält ein Funkuhrwerk und ein Lichtsensor, der für die abendliche Beleuchtung sorgt. Besonders freuen sich die Busfahrer  und die viele Reisenden über die Uhr: Reicht es noch für einen Kaffee oder Kuchen in der Bahnhofswirtschaft? 

    Auch in der Bahnhofshalle hängt mittlerweile eine historische Uhr - diese hat allerdings noch keinen Stromanschluss, so dass sie nur zwei Mal am Tag die richtige Zeit anzeigt … 

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  • Juni 2017

    Bevor zum 1. Juli der Fahrradladen eröffnen soll, gab es noch einige spannende Veranstaltungen.

    Eine Fachveranstaltung „Der bessere Bahnhof - Usability und Fahrgastansprache“ war ausgebucht mit Fachleuten von Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern aus ganz Deutschland und sogar Österreich. Rund um die Fachvorträge wurde eifrig diskutiert, wie die Fahrgastansprache an Bahnhöfen so verbessert werden kann, das noch mehr Leute Bus der Bahn fahren.

    Höhepunkt war der mitreissende Vortrag von Yo Kaminagai, dem Chefdesigner der RATP aus Paris. Er zeigte an zahlreichen Details wie Stationen einfacher nutzbar und aus Sicht des Reisenden gedacht werden könnten. Die Diskussionen zeigten, dass die Standardausstattung deutscher Bahnhöfe im Vergleich zu den französischen Beispielen noch viel Luft nach oben hat, was Fahrgastorientierung und Usability angeht. Immerhin hat das nicht unbedingt mit höheren Kosten zu tun. Vielfach kranken einfachste Verbesserungen nicht an fehlenden Mitteln sondern am intelligenteren Einsatz der heutigen Mittel und einer besseren Abstimmung der Akteure.

    Gleich im Anschluss an die Tagung wurde des Abends das Tanzbein geschwungen. Ein Tangoabend mit DJane Mara sorgte für eine elegante Besetzung des Abends. Die zahlreichen Tänzer und Tänzerinnen waren sich einig: Tango passt hervorragend in einen Bahnhof ….

    Am 2. Juni zum Abschluss fand ein wunderbarer Abend im zukünftigen Radladen des Bahnhofs Klotzsche statt: Thomas Rosenlöcher kam mit dem Zug aus Edle Krone nach Klotzsche gefahren. Schöne Texte ausgewählt unter dem Motto „Texte und Beobachtungen rund um die öffentliche Fortbewegung“ im Gepäck.

    Der zukünftige Fahrradladen war komplett voll, kein Stuhl oder keine Bank mehr frei: fast 90 Klotzscher und Klotzscherinnen lauschten beseelt.

    Thomas Rosenlöcher verstand es, einen großen Bogen von der besonderen Stimmung der 80er-Jahre bis zu den Befindlichkeiten der Neuzeit zu schlagen.

    Was hat das Nest der Bartmeise mit der Ewigkeit zu tun? Was wird heute noch beim Zugfahren gelesen? Ja: Dante im ICE.

    Da gab es die Nachwendestimmung mit Ihren zweifelhaften Glücksversprechen von Versicherungsvertretern, die sich auch vor der Wende dienstlich mit den biografischen Details ihrer späteren Kunden beschäftigten. Oder den Steinpilz im Wald bei Frankfurt, umringt von dem Rauschen und Dröhnen der Fortbewegung.

    Während draussen die Züge in den Abend rollten und der eine oder andere Reisende oder pausierende Busfahrer neugierig durchs Fenster lauschte, entstand eine Spannung zwischen Publikum und den Texten, die Ort und Zeit vergessen ließen. Ein großer Abend! Thomas Rosenlocher durfte erst mit dem allerletzten Zug nach Hause fahren und ließ ein dankbares Publikum zurück, die alle mit einem stillen Lächeln schwelgend nach Hause gingen.

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  • Mai 2017

    Ein Bahnhof ist mehr als die Steine, Bänke und Fahrpläne. Dazu haben wir zwei schöne Ereignisse, auf die wir uns besonders freuen: 

    Den 30. Mai gibt es abends Tango im Bahnhof. DJane Mara legt auf und in der Bahnhofswirtschaft ist für warme und kalte Stärkung gesorgt. 

    Am 2. Juni ab 20:00 Uhr ist Thomas Rosenlöcher zu Gast und hat "Texte und Beobachtungen zur öffentlichen Fortbewegung" mitgebracht.    

    Der Mai erfreut uns mit allerlei Fertigstellungen:  Das Bahnhofsrotschwänzchen ist uns immer noch treu und hat auch nach der Sanierung ein Plätzchen gefunden. Das letzte Gerüst ist gefallen und der historische Durchgang ist noch einladender. Das historische Bahnsteigpflaster ist von kundigen Pflasterern verlegt und am 26. Mai wird der Freisitz eröffnet! Ein kleines Detail ist wieder im Pflaster zu sehen: Von Herrn Lehmann fachmännisch geborgen, vor dem Schrott gerettet und lackiert erfreut sich der historische Hinweis auf verlegte Kabel der königlich-sächsischsen Staatsbahn wieder eines Ehrenplatzes im Pflaster.   

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  • April 2017

    Was gibt es Schöneres, als in der Bahnhofswirtschaft zu sitzen und dem bunten Treiben zuzusehen:  Die Schüler, die am Tresen stehen und „Pommes Schranke“ bestellt haben, dem Damenkränzchen, welches sich fürs Wandern stärkt und dem Nachtisch nicht widerstehen kann, der Lastenradfahrerin, die sorgfältig den Wocheneinkauf in die Packtaschen verstaut oder der Vater, der seine Kinder zum Essen ausführt und sich dafür mit einem Nerchauer belohnt. Derweilen stehen draussen auf Gleis 1 zwei ältere Herren mit einem richtigen Fotoapparat und diskutieren und fotografieren ein neues Detail. Ganz frisch von einer alten Originalfotografie, die uns Siegfried Bannack aus seiner Sammlung zur Verfügung gestellt hat, und nur mit einer Lupe zu lesen: Die historische Höhenmarke!

    Dieses kleine Kunstwerk haben wir dem Restaurator Gerald Kropp zu verdanken - neben der originalgetreuen Wiederherstellung des Schriftzugs „Dresden-KLotzsche“.

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  • März 2017

    Seit dem 20. März beleben drei großformatige Tafeln mit literarischen Texten die ansonsten schmucklose und in die Jahre gekommene Unterführung in Klotzsche. Alle drei Tafeln befassen sich mit der wechselvollen Geschichte des Bahnhofs Klotzsche. Sie sind das Gemeinschaftswerk engagierte Klotzscher, die halfen, diese Texte aus den Archiven auszugraben, sowie dem Biobahnhof, der die Gestaltung durch eine Buchgestalterin übernahm. Die Deutsche Bahn AG stellte dankenswerterweise die Flächen in der Unterführung zur Verfügung und half bei der Anbringung.

    Wir haben im Laufe der Sanierung des Bahnhofs viel über die Geschichte der Bahnhofsgebäude erfahren und oft gestaunt. Wer weiss, daß der Sächsische König auf dem Bahnsteig 1 einstmals August Bebel, den Mitbegründer der Sozialdemokratie, kennengelernt hat? Oder dass Victor Klemperer hier 1945 den ersten Tag ohne Judenstern verbracht hat, als er mit seiner Frau auf einen der wenigen Züge wartete, die aus Dresden heraus fuhren? Es ist schön zu beobachten,  wie in der nüchternen Unterführung viele Reisende kurz innehalten und in diese Texte eintauchen.

    Wir hoffen, dass dies ein weiteres Element ist, das den Bahnhof liebenswerter macht. Der Vorwerk-Podemus Biomarkt in der ehemaligen Wartehalle mit seiner einladenden Bahnhofswirtschaft leisten dazu schon einen großen Anteil, ebenso der Spielzeugladen im alten Bahnhof. Nachdem die größten Schrecken der Sanierung nun überstanden sind, bemühen wir uns jetzt um ein einladendes Umfeld: So erhält das Bistro in den kommenden Wochen einen Außensitzbereich und die etwas lieblose bzw. fehlende Information für Wanderer und Umsteiger soll weiter verbessert werden.

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  • Februar 2017

    Es ist uns sehr wichtig, dass der Bahnhof ein angenehmer Ort zum Verweilen wird und einige Angebote bereithält, die Bus- und Bahnfahren attraktiver und nützlicher machen. Dazu gehören die geschaffenen Einkaufsmöglichkeiten und die Bahnhofswirtschaft genauso selbstverständlich wie eine Carsharing-Station, die das Bahn-, Bus- und Autofahren auf umweltfreundliche Weise verknüpft. Wir sind deshalb sehr froh, dass die Firma teilAuto auf unserem Grundstück unmittelbarer neben dem Gleiszugang und den Bushaltestellen ihre dritte Carsharing-Station in Klotzsche eröffnet. Es steht nun ab 1. Februar am Bahnhof ein VW up! zur gemeinschaftlichen Nutzung bereit. Wie schön, dass die jahrelang ungenutzte Fläche nun einen Farbtupfer bekommt und die Klotzscher jetzt ein weiteres nützliches Angebot am Bahnhof vorfinden.

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  • 04. Januar 2017  

    Ein schönes Schmankerl für die Freunde der Klotzscher Heimat- und Eisenbahngeschichte: Eines der noch aufarbeitungsfähigen alten Bahnhofshallenfenster hat der Tischler zu einer schönen Vitrine umgebaut, in der einige der Fundstücke aus der Bauzeit genauso wie sorgfältig gesammelte Erinnerungen Platz finden. So hat uns dankenswerterweise Herr Lehmann, ein alter Klotzscher,  seine zahlreichen Eisenbahnerinnerungsstücke vermacht, die nach und nach einen würdigen Platz im Bahnhof bekommen sollen. Eine weitere besonders schöne Gabe überbrachte uns Herr Sillack von der gleichnamigen Klotzscher Galerie, der in der 90er Jahren wunderbare Pläne für einen Kulturbahnhof entwickelte: Eine historische Eisenbahnlaterne. 

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